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Trotz Corona-Pandemie: Offshore-Netzumlage sinkt

Thimm: Verbraucher könnten weiter entlastet werden

Berlin, 15. Oktober 2020. – „Das sind sehr erfreuliche Nachrichten“, sagt Stefan Thimm, Geschäftsführer des Bundesverbands der Windparkbetreiber Offshore e.V. (BWO). „Trotz der widrigen Umstände in diesem Jahr sinkt die Offshore-Netzumlage leicht von 0,416 ct/kWh (2020) auf 0,395 ct/kWh (ab 1.1.2021). Hier zeigen die Maßnahmen zur Synchronisierung von Offshore-Windenergie-Zubau und Stromnetzausbau Wirkung.“

Ähnlich wie die EEG-Umlage wird die Offshore-Netzumlage auf den Strompreis aufgeschlagen und somit vom Letztverbraucher gezahlt. Die Höhe der Umlage ist dabei abhängig vom Stromverbrauch des Stromkunden. Die Offshore-Netzumlage dient unter anderem der Abdeckung von Kosten für den Offshore-Netzausbau und der Ausschüttung von Entschädigungszahlungen an den Offshore-Windparkbetreiber, falls eine Anbindungsleitung nicht rechtzeitig zur Inbetriebnahme eines neuen Offshore-Windparks fertiggestellt ist oder falls eine längere Netzstörung vorliegt. Mehr dazu hier.

Mit der Offshore-Netzumlage haben die ÜNBs heute auch die Höhe der EEG-Umlage bekanntgegeben. Bereits im Vorfeld hatte die Bundesregierung angekündigt, diese durch Zuschüsse aus dem Bundeshaushalt in 2021 auf 6,5 ct./kWh und in 2022 auf 6 ct./kWh zu begrenzen. Der durch die Corona-Pandemie ausgelöste Preisverfall an der Strombörse hätte die EEG-Umlage ohne Eingreifen der Bundesregierung auf 9,6 ct./kWh steigen lassen. „Aus unserer Sicht hat die Bundesregierung hier richtig reagiert“, kommentiert Stefan Thimm. „Die Corona-Krise hat bereits genug Schaden angerichtet. Wir müssen nun gemeinsam dafür sorgen, dass die Stromkunden nicht noch zusätzlich belastet werden.“

Zu einer langfristigen Senkung der Stromerzeugungskosten würde auch das von der Branche vorgeschlagene Differenzvertragsmodell zur Ausschreibung zukünftiger Offshore-Windprojekte beitragen. Stattdessen liegt seit Juni ein vom Bundeswirtschaftsministerium vorgelegter Gesetzentwurf für eine Anpassung des WindSeeG auf dem Tisch, der nachweislich zu höheren Stromerzeugungskosten führen würde und die Realisierungswahrscheinlichkeit von bezuschlagten Offshore-Windparks und in letzter Konsequenz auch das Erreichen der Klimaschutzziele gefährdet.

Thimm: “Gemeinsam mit einem breiten Bündnis von Industrie, Mittelstand, Banken, Energiewirtschaft sowie Gewerkschaften haben wir in den letzten Monaten einen Weg aufgezeigt, wie die Stromerzeugungskosten aus Offshore-Windenergieanlagen um über 30 Prozent gesenkt werden könnten. Inzwischen stehen wir kurz vor der abschließenden Lesung im Bundestag. Ich appelliere daher an die Vernunft unserer Parlamentarier: Korrigieren Sie den eingeschlagenen Kurs!”

Alle wichtigen Informationen zum Thema Differenzverträge finden Sie auf der BWO-Website.

Über den Bundesverband der Windparkbetreiber Offshore e.V.

Der Bundesverband der Windparkbetreiber Offshore e.V. (BWO) ist der Bundesverband aller Unternehmen, die in der deutschen Nord- und Ostsee Windparks planen, errichten und betreiben. Damit bündelt der BWO die Kraft und das Know-how für eine erfolgreiche Energiewende in Deutschland und Europa.

 

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