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Zukunft Offshore – BWO nimmt Kurs auf 2050

Berlin, 4. März 2020.

Wie sieht die Energiewirtschaft im Jahr 2050 aus? Welchen Beitrag kann die Stromerzeugung auf See zur Dekarbonisierung leisten? Anlässlich der „Zukunft Offshore“, der wichtigsten Berliner Konferenz zur Stromerzeugung auf See, diskutieren 150 Vertreter aus Offshore-Branche und Politik über Perspektiven, Innovationen und regulatorische Rahmenbedingungen. Im Mittelpunkt der Jahreshauptveranstaltung des Bundesverbands der Windparkbetreiber Offshore e.V. (BWO) vom 3.-4. März stehen dabei die kurz-, mittel- und langfristigen Ausbauziele für Windenergieanlagen auf See, die Weiterentwicklung des EEG und Betriebsthemen wie Naturschutz und Raumplanung.

Den Auftakt macht der Energieminister des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Christian Pegel eröffnete den Abend am 3. März und betonte die Bedeutung von Windenergie auf See für das Erreichen der Klimaziele: „Offshore-Wind ist der Hoffnungsträger der Energiewende. Gleichzeitig müssen wir den aktuell vorhandenen industrie- und klimapolitischen Vorsprung unbedingt stärker nutzen.“

Zweiter Höhepunkt des ersten Abends war eine hochkarätig besetzte Podiumsdiskussion zur aktuellen energiepolitischen Lage. Stefan Thimm, Geschäftsführer des BWO sprach mit der FDP-Obfrau im Bundestagsausschuss für Wirtschaft und Energie, Sandra Weeser, dem stellvertretenden Vorsitzenden von Bündnis90/Die Grünen, Oliver Krischer und dem energiepolitischen Koordinator der SPD-Bundestagsfraktion, Johann Saathoff, über deren energiewirtschaftlichen Visionen für 2050.

Catrin Jung, Vorstandvorsitzende des BWO: „Wir brauchen von der Politik klare Signale. Es geht nicht nur um das Erreichen der Klimaziele und die Sicherung der Stromversorgung, es geht auch um den Ausbau der industriellen Wertschöpfung und um wettbewerbsfähige Preise für die Industrie.“ Aktuell liegt das gesetzliche Ausbauziel für das Jahr 2030 bei 15 GW Offshore Wind. Eine Anhebung um 5 GW auf 20 GW ist im Klimaschutzprogramm der Bundesregierung bereits vorgesehen. Die gesetzliche Verankerung ist noch nicht erfolgt.

Mit Blick auf die anstehende EEG-Novelle verweist Stefan Thimm, Geschäftsführer des BWO, dass das aktuelle Förderregime nicht mehr zeitgemäß sei und schlägt die Einführung von Differenzverträgen vor. „Neue Untersuchungen zeigen erhebliche Kostensenkungspotentiale beim Ausbau erneuerbarer Energien.“ Aktuell sicherten die Letztverbraucher bei niedrigen Strompreisen über das EEG die Anlagenbetreiber mit der Marktprämie ab, partizipieren jedoch nicht von möglichen Mehreinnahmen bei steigenden Strompreisen. „Das ist kein fairer Deal für Verbraucher“, so Thimm. Differenzverträge würden dieses Ungleichgewicht aufheben und im Ergebnis Stromverbraucher entlasten. Stefan Thimm: „Gleichzeitig steigt mit Differenzverträgen die Investitionssicherheit der Betreiber vor regulatorischen Veränderungen. Dies führt zu weiteren Kostensenkungen. Wirtschaftsexperten rechnen damit, dass sich auf diese Weise die Stromgestehungskosten um 30-35 Prozent reduzieren lassen.“

Die Konferenz Zukunft Offshore findet zum dritten Mal statt und gibt einen Einblick in die Belange der Windparkbetreiber. Nach dem politischen Auftakt am 3. März, steht der 4. März im Zeichen der Fachthemen rund um Offshore-Windenergie. Neben Naturschutz in Nord- und Ostsee, maritimer Raumplanung, der Nordsee-Kooperation, Wasserstoffgewinnung auf See, schwimmenden Fundamenten werden auch neue Geschäftsmodelle über grüne Stromlieferverträge diskutiert.

Die Pressemitteilung können Sie hier herunterladen.

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